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Foto: Zwei Sanitäter stehen im Fußballstadion und blicken auf das Feld.

Foto: F. Weingardt / DRK

Das ICE-Unglück von Eschede 1998 war der Punkt, an dem klar wurde, dass eine psychische Betreuung sowohl von Betroffenen als auch von Angehörigen und Einsatzkräften ein essentieller Bestandteil der Notfallversorgung sein muss.

Zum damaligen Zeitpunkt existierte lediglich eine von Psychologen durchgeführte Betreuung, die allerdings erst lange nach den Ereignissen begann, nicht auf die speziellen Erfahrungen der "Patienten" eingehen konnte und zu der man sich auch erst selbst anmelden musste.

In den seither vergangenen Jahre sind diverse Konzepte entwickelt worden, die eine psychosoziale Betreuung und Versorgung direkt an der Schadensstelle möglich machen. Neben Projekten mit Geistlichen (Notfallseelsorge) und Psychologen sind auch Teams interessierter Einsatzkräfte aufgestellt worden, die surch zusätzliche Schulungen ihre durch ihre (ehrenamtliche) Tätigkeit bekannten Grundkenntnisse so verstärken konnten.

Was führt das DRK denn eigentlich durch?

Das DRK schult regelmäßig Helfer in der sogenannten Basisnotfallnachsorge (BNN). Die so geschulten Helfer können im Rahmen der Betreuungsgruppen der Einsatzeinheiten, bei örtlichen Einsätzen und auf spezielle Anforderung tätig werden. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Betreuung von zumeist unverletzten Betroffenen, erstreckt sich aber auch auf die Angehörigen von opfern, die an der Einsatzstelle sind oder dort auftauchen. Nicht zuletzt ist auch die Betreuung der eigenen und fremder Einsatzkräfte ein essentieller Bestandteil der Basisnotfallnachsorge. Eine tiefergehende psychologische Betreuung über die konkrete Einsatzsituation hinaus muss dann aber durch weiterqualifiziertes Fachpersonal geleistet werden.