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Foto: J. Koschig/ Feuerwehr Ennest

Der Schutz vor Atomaren, Biologischen und Chemischen Gefahren ist spätestens seit dem Kalten Krieg ein essentieller Bestandteil des Katastrophenschutzes. Doch erst in jüngster Zeit gewinnt er auch mehr an Bedeutung für die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes.

In Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurden durch das Land NRW diverse Konzepte zur strukturierten Bereitstellung von Einheiten des Bevölkerungsschutzes aufgestellt. Eines davon ist der sogenannte "Verletzten-Dekontaminationsplatz NRW" (V-Dekon NRW).

Hierbei handelt es sich um eine mobile Einrichtung zur Dekontamination (in etwa: Reinigung) von verletzten Personen, die einer atomaren Strahlung, biologischer Einwirkung oder chemischen Substanzen ausgesetzt waren.
 Kernbestandteil ist der seit Ende 2009 bei der Feuerwehr in Ennest stationierte "Abrollbehälter Dekontamination von Verletzten" (AB Dekon-V).

Dieser Container ist mit Duschen, Reinigungsmitteln, Schutzanzügen und einigem mehr ausgestattet und wird im Einsatzfall von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst und dem DRK gemeinsam betrieben. Er bietet die Möglichkeit zur Dekontamination von Verletzten Personen, ohne dabei die medizinische Versorgung oder sogar die Gesundheit des Patienten zu gefährden.

Wie erfolgt die Alarmierung und der Einsatz?

Als Komponente des überörtlichen Bevölkerungsschutzes wird der V-Dekon NRW OE ausschließlich außerhalb des eigenen Kreisgebietes eingesetzt. Erfolgt eine ABC-Lage innerhalb des Kreises Olpe, werden entsprechende Einheiten aus umliegenden Kreisen angefordert, da die benötigten Kräfte bereits alle in der unmittelbaren Erstversorgung eingebunden sind. Eine Alarmierung der gesamten Einheit erfolgt über koordinierende Stellen des Landes, die einzelnen Kräfte werden durch die Rettungsleitstelle Olpe per Digitalem Meldeempfänger alarmiert und stehen so in kürzester Zeit zur Verfügung. Nach Sammeln der Kräfte erfolgt dann der gemeinsame Anmarsch in Richtung der Einsatzstelle.

Was bedeutet das Konzept für das DRK?

Obwohl der Abrollbehälter und das entsprechende Material eine Landesbeschaffung sind und die Instandhaltung in Händen der Feuerwehr Ennest liegt, muss auch das DRK für die Einsatzbereitschaft des V-Dekon NRW entsprechende Vorbereitungen treffen. So werden nicht nur grundsätzlich alle Helfer des Einsatzdienstes in einer zweitägigen Schulung für einen möglichen Einsatz im ABC-Schutz ausgebildet, sondern das für den Betrieb des Platzes vorgesehene Personal muss auf Seiten des DRK mindestens eine Qualifikation als Rettungshelfer vorweisen können. Dazu kommen regelmäßige Fortbildung und Übungen. Für den Transport der eingesetzten Kräfte ist dem Ortsverein ein Mannschaftstransportfahrzeug zugeordnet worden, dieses befindet sich zur Zeit in Ausstattung und wird anschließend von uns übernommen.

Anprechpartner

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Herr
Guido Wicker

Rotkreuzleiter

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