Foto: Zwei Sanitäter stehen im Fußballstadion und blicken auf das Feld.

Foto: F. Weingardt / DRK

Eine Einsatzeinheit besteht aus 33 Helfern, ein Behandlungs- oder Betreuungsplatz sogar aus 66 oder mehr. Damit hier nicht ein heilloses Chaos entsteht, ist eine klare Führungsstruktur notwendig.

Aber auch bei kleineren Einsätzen, bei Sanitätsdiensten und sogar in der alltäglichen Arbeit ist es wichtig, dass immer jemand "den Hut auf hat".

Wie funktioniert die Leitung des Ortsvereines?

Neben dem Vorstand, der die Geschäfte des Vereines führt, die grobe Entwicklung zeichnet und wichtige Entscheidungen fällt, ist für die Arbeit in der Bereitschaft die Rotkreuzleitung zuständig. Unser Rotkreuzleiter koordiniert die verschiedenen anfallenden Aufgaben, Termine und vorgeplanten Einsätze, entscheidet über Personalsachen und hat die Aufsicht über die Fachbereiche. Dieselbe Aufgabe fällt der Jugenrotkreuzleitung im JRK zu. Beide verfügen über entsprechende Aus- und Fortbildungen, die für die Führung von Menschen unerlässlich sind.

Zur Unterstützung der Rotkreuzleitung haben einzelne Helfer Zusatzaufgaben übernommen, in deren Rahmen sie eigenständig arbeiten, so lange es zu keinen Problemen oder großen Ausgaben kommt. So fallen die Pflege und Wartung von Fahrzeugen, Ausrüstung und Material, die Betreuung des Helfer-vor-Ort-Projektes, die Organisation des Zeltverleihs, die Durchführung des Schulsanitätsdienstes, Überwachung der Helferstunden und vieles weitere nicht mehr in die alleinige Verantwortung des Rotkreuzleiters und entlasten diesen somit.

Wie funktioniert die Führung im Einsatz?

Von den Leitungsfunktionen im Ortsverein völlig abgekoppelt sind die Führungsausbildungen und -verwendungen im Einsatz oder Sanitätsdienst. Hier gibt es ein mehrstufiges Modell, was sehr klar strukturiert ist. Folgende Führungsebenen gibt es:

  • Helfer
  • Truppführer (führt bis zu 2 andere Helfer)
  • Gruppenführer (führt bis zu 5 Truppführer)
  • Zugführer (führt bis zu 5 Gruppenführer)
  • Verbandführer (führt bis zu 5 Zugführer)

Die Ausbildungen zu Gruppen-, Zug- und Verbandführer bauen aufeinander auf und beinhalten sowohl theoretische als auch praktische Teile. Eine eigene Ausbildung zum Truppführer gibt es nicht, diese Aufgaben werden entweder von Gruppenführern oder von Rettungssanitätern bzw. -assistenten wahrgenommen. Meldungen un Anweisungen im Einsatz werden stets über dieses Pyramidensystem weitergegeben und nie Ebenen übersprungen, so ist gewährleistet, dass jede Führungsperson jederzeit Kenntnis darüber hat, was die ihr anvertrauten Helfer bzw. Einheiten gerade tun.

Im Rahmen der Einsatzeinheit sind die Führungsfunktionen fest namentlich bestimmten Helfern zugewiesen, um so einen möglichst gleichmäßigen Übungserfolg zu haben. Sollten im Einsatzfalle weder Erst- noch Zweitbesetzung einer solchen Funktion zugegen sein, kann diese natürlich durch einen Helfer mit entsprechender Qualifikation aufgefüllt werden.